Allgemeines
Aus Teneriffa
Kenner La Palmas behaupten: Die grüne Westinsel ist die schönste des Archipels. Da La Palma mit Stränden nicht gerade gesegnet ist, fühlt sich vor allem die naturverbundene und wanderfreudige Fangemeinde angezogen. Im Nordosten liegt einer der letzten immergrünen Feuchtwälder der Kanarischen Inseln. Er ist nach einem Lorbeerbaum namens "Til" benannt, etwas geringschätzig mit "Stinklorbeer" übersetzt. Überall an den Wegen wuchern mannshohe Riesenfarne und Efeugewächse über dem moosgepolsterten Waldboden. Nach Regenfällen - und die gibt es auf der Ostseite von La Palma im Winter zur Genüge - ist die Region wie ein nasser Schwamm.
Santa Cruz - Avenida Maritima
Von der Inselmetropole Santa Cruz de la Palma (Hauptstadt)schraubt sich eine Panoramastraße in Serpentinen 42km hinauf zum Roque de los Muchachos, dem mit 2426m höchsten Gipfel La Palmas. Seine Ostflanke ist oft in Wolken gehüllt. Um so faszinierender ist dann der Augenblick, wenn man die Nebelschwaden durchstößt. Schroffe Zweitausender ragen aus dem Wolkenmeer, auch Teneriffas im Winter schneegepuderter Teide ist meist zu sehen. Würzig duftender Kiefernwald macht oberhalb der Baumgrenze anspruchslosem Ginster Platz, der die Hochgebirgslandschaft im Frühsommer in ein gelbes Blütenmeer verwandelt. Vom Gipfel aus überblickt man die urweltliche Szenerie der Caldera de Taburiente in ihrer ganzen Tiefe.
Parque Nacional de la Caldera de Taburiente
Für den deutschen Geologen Leopold von Buch, der La Palma Anfang des letzten Jahrhunderts erforschte, war die Caldera im Inselinneren ein Krater von "entsetzlicher Tiefe". Etwa 800m tief fallen die Felswände ab - als ob ein riesiger Meteorit die Insel getroffen hätte. Der stark mit Kiefern bewaldete Kraterkessel ist nur zu Fuß zu entdecken, und zu Recht gilt die Caldera als eines des schönsten Wandergebiete der Kanaren.
