Kulturelle Orte
Aus Teneriffa
Adeje. Neben den archäologischen Funden ist die ursprüngliche Kirche von Santa Úrsula, mit zwei Schiffen, von besonderem Interesse; dort sind noch Gobelinteppiche der zweiten Epoche erhalten, die als einmalig unter den Devotionalien der Kanarischen Inseln gelten. Die Kassettendecke ist im Mudejarstil, und die Retabel sind aus der ersten Periode des Kolonialbarocks. Dort wird das älteste Faksimile der Jungfrau von Candelaria verwahrt, und auch ein San Juan, mit ganz klaren Zügen des Stils von Montagna. Natürlich befindet sich hier auch das Bildnis derjenigen, nach der die Kirche getauft ist, Santa Úrsula, das der deutschen Schule zuzuordnen ist, neben anderen bedeutenden Werken.
Arafo. Schon der Stadtkern der Gemeinde an sich ist Grund genug für einen Besuch. Er ist ein Modell von urbanem Gefüge, sowohl aufgrund der besonderen Anordnung seines Trassenverlaufs wie auch, und vorwiegend, wegen der wirklich einmaligen und beispielhaften Sauberkeit seiner Gebäude, Straßen, Plätze und Winkel. Sehenswert ist zudem die Pfarrkirche, in der einige interessante Stücke verwahrt werden, wie zum Beispiel das Bildnis, nach dem sie getauft ist, ein Bild von San Agustín (von anonymem Autor), und ein Gekreuzigter.
Arico. Fast in der ganzen Gemeinde Arico existieren archäologische Fundstellen, wo Mumien, Gefäße und andere Utensilien entdeckt worden sind: die Schlucht von Juan Andrés, die von La Cueva, Guasiegre (La Cisnera), El Río, usw. sind Namen, die mit wichtigen Funden in Zusammenhang stehen. Die Pfarrkirche von San Juan Bautista ist ein wunderschöner, im 18. Jahrhundert erbauter Tempel, der die ursprüngliche, zwischen 1590 und 1610 gegründete Wallfahrtskapelle ersetzte, und in dessen Innenraum bedeutende Kunstwerke verwahrt werden; sie wurde zum Historischen und Künstlerischen Monument erklärt. Das Sanktuarium von Nuestra Señora de Las Mercedes, die älteste religiöse Stiftung des Königreichs von Abona (16. Jahrhundert), die an Wichtigkeit gleich hinter der von La Candelaria kam, befindet sich in La Punta de Abona. Auch die Pfarrkirche von Nuestra Señora de La Luz, in Arico El Nuevo, ist sehenswert.
Arona. Schon die Stadt Arona selbst ist ein kompliziertes architektonisches Gefüge von höchstem Interesse. Es gibt dort zahlreiche verschiedenartige Beispiele der volkstümlichen Architektur, die eine bedeutende kulturelle Referenz darstellen. In der Pfarrkirche befinden sich "einige durch Künstler des Volkes geschnitzte Bildnisse, wie eine Jungfrau von La Concepción, von Francisco Garcia Medina (1739,) und eine naive Schnitzerei von San José. Das Bild, das jedoch ganz besonders verehrt wird, ist das von El Cristo de La Salud, der kanarischen Schule. Das große Retabel, aus hiesigem Holzwerk, wurde aus den Kloster von San Francisco, Adeje, hergebracht." (Cuscoy, El Libro de Tenerife, 1962).
Buenavista del Norte. Buenavista ist, laut Cuscoy, eine alte Stadt mit viel Charakter. Es ist eine wahre Freude, ihre Straßen zu durchstreifen, wie das übrigens auch der Fall für andere Ortsteile des Gemeindegebiets ist. Im kulturellen Bereich muss man die Veteranenschaft ihrer Musikkapelle "Nuestra Señora de Los Remedios" unterstreichen, die inzwischen fast sieben Jahrzehnte alt ist. Weitere kulturelle Kundgebungen von großem ethnographischem Wert sind in dem Ländlichen Park von Teno zu finden: Der Tanz von Las Libreas (Livrees) in El Palmar und der Tanz von La Piñata in Teno Alto. Es gibt hier außerdem wunderschöne zivile Häuser, wie das große Haus der Hacienda de San Juan de Taco, und weitere religiöse Bauten, die in der gesamten Gemeinde verstreut sind.
Candelaria. Die Stelle dieser Gemeinde, die am eindrucksvollsten ist, ist die Basilika von Nuestra Señora de Candelaria, die dank der Spenden des Volkes, auf Initiative des Bischofs aus Güimar, Domingo Pérez Cáceres, errichtet wurde. Sie ist ein Werk von Enrique Marrero Regalado, und in ihrem Innenraum sind Wandbilder von José Aguíar und Werke des Malers Martin González zu finden. Auch die Pfarrkirche von Santa Ana, ein geräumiges Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, ist einen Besuch wert. Dort sind ein Bildnis des Gekreuzigten aus dem 17. Jahrhundert und interessante Schnitzereien der Gruppe des Heiligen Abendmals zu sehen. Das sogenannte Haus des Cabildo (Inselregierung), dessen Name darauf zurückzuführen ist, dass hier die Mitglieder dieser Behörde abstiegen, wenn sie den Festen beiwohnten, ist ein weiteres Gebäude, das verdient, erwähnt zu werden.
El Rosario. Es gibt dort noch zahlreiche Spuren der vergangenen Zeiten der Ureinwohner, mit bedeutenden Nekropolen in der Schlucht Cruz de Las Animas und anderen interessanten Fundstätten in El Tablero, der Schlucht von Jagua, der von Brezo, Barranco Hondo, El Chorrillo, Taco, usw. Die traditionelle Architektur ist in verschiedenen Häusern, wie dem von El Pirata, zu entdecken, aber auch die religiösen Gebäude sind nennenswert. Die Kirche von Nuestra Señora de La Esperanza wurde vor relativ kurzer Zeit gebaut, und zwar auf dem Grundstück, auf welchem die frühere Wallfahrtskapelle aus dem 16. Jahrhundert stand; dort sind interessante Schnitzereien und Malereien zu sehen. Auch die Wallfahrtskapelle von Nuestra Señora del Rosario, und zugleich von San Amaro, ist hervorzuheben; sie stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber im folgenden Jahrhundert erheblich erweitert. Dort sind hübsche Stuckarbeiten und weitere Stücke von künstlerischen Interesse vorhanden. Las Raíces ist als Stätte von historischem und künstlerischem Interesse ausgewiesen worden.
El Sauzal. Die prähispanische Vergangenheit hat hier zahlreiche Spuren hinterlassen. So sind diverse Wohnhöhlen, Grüfte (einige mit Mumien) und verschiedenartige von den Guanchen verwendete Utensilien entdeckt worden. Wichtige Fundorte in dieser Hinsicht sind El Risco de Los Ángeles, die Grotte von Los Viejos, die Schlucht von Acentejo, El Risco del Castillo, La Baranda, Las Breñas, La Garañona. Man sollte nicht versäumen, die Pfarrkirche von San Pedro zu besichtigen; sie stammt zwar aus dem 16. Jahrhundert, die Hauptarbeiten daran wurden jedoch im 18. und 19. Jahrhundert durchgeführt; in ihrem Innenraum werden wertvolle Kunstschätze verwahrt. Zudem gibt es in der Gemeinde weitere interessante Wallfahrtskapellen: San Nicolás, Las Cruces, Las Nieves, Los Ángeles.
El Tanque. In El Tanque sind verschiedene Exemplare der Architektur der Insel bewahrt, die ein äußerst anmutiges Bild bieten. Zu nennen sind diesbezüglich unter anderem La Alhóndiga, das Haus von Los Martelos und das alte Anwesen von Los Guzmanes. Dort gibt es Balkons, Dächer, Fenster und Mauern, die wahre Musterbeispiele der typischen volkstümlichen Architektur sind. Die heutige Pfarrkirche hat die ersetzt, die verschwunden ist, und scheinbar zwischen 1728 und 1730 errichtet wurde. Die Fassade, die derzeit zu bewundern ist, ist ziemlich anders gestaltet als die vorhergehende, hat aber ihre ausgewogenen Proportionen bewahrt. Es gibt dort wunderbare Stuckarbeiten und Retabel; das größere davon hat sein Holz und seine Polychromie beibehalten. Schöne Schnitzereien und interessante Goldschmiedearbeiten vervollständigen den Kunstschatz der Pfarrkirche von San Antonio de Padua.
Fasnia. Die archäologischen Fundstätten befinden sich in den Schluchten von Erques und Los Muertos. Die Pfarrkirche wurde erst vor relativ kurzer Zeit gebaut. Sie wurde mehrmals umgestaltet, seitdem sie im Jahr 1918, nach der Zerstörung des früheren Tempels durch einen Brand, errichtet wurde. Dort werden ein Taufbecken von großem Interesse und auch mehrere erwähnenswerte Goldschmiedearbeiten bewahrt. Schließlich muss man noch die Wallfahrtskapelle von der Jungfrau von Los Dolores nennen, deren Entstehung auf die Verehrung eines Bildnisses von Nuestra Señora in der sogenannten Montaña de Fasnia zurückzuführen ist.
Garachico. Es sind hier einige Grüfte mit Totenausstattung entdeckt worden (La Caleta, San Juan Degollado...). Es ist nicht einfach, bestimmte Routen zu empfehlen, in einem Ort, wo es soviel zu sehen gibt: Paläste, wie den des Marquis von Adeje; Kirchen, wie die von Santa Ana, die 1714, nach dem Brand, der das frühere Gebäude zerstörte, neu errichtet wurde, und in deren Innenraum hervorragende Arbeiten der Tischler, Maler und Goldschmiede der Inseln, wie die Bildnisse von Santa Ana, San Cristóbal und der Jungfrau María, zu finden sind; und das Schloss von San Miguel, aus dem 16. Jahrhundert, mit seiner Tür mit Wappen und seinem Exerzierplatz. Auch in den Vierteln der Gemeinde stehen wunderschöne Bauten, die ausgezeichnete Beispiele der lokalen Architektur sind.
Granadilla de Abona. Es gibt dort bedeutende archäologische Fundstätten, wie El Tagoror del Rey, oder das Höhlendorf mit Nekropole in der Schlucht von Chiñama, und die Grüfte von Montaña Chiñama oder La Jaquita. Granadilla selbst, mit seinen langen gewundenen Straßen, ist ein interessanter Ort, der einen Besuch lohnt. Die Pfarrkirche von San Antonio ist sehr schön; sie stammt aus dem 18. Jahrhundert, obwohl der Turm erst 1885 errichtet wurde. Im Innenraum befinden sich Schnitzereien und Retabel der kanarischen Schule, und auch geweihte Gefäße aus getriebenem Silber. Das Klausurkloster der Franziskaner, das als Theater mit offenem Innenhof und auch als städtische Behörde diente, ist eine weitere Sehenswürdigkeit, die man sich anschauen sollte.
Guia de Isora. Es sind in den Fundstätten von Hoya Azul, El Bailadero, Laderas de Cedro, usw., diverse Utensilien entdeckt worden. In Risco de Las Cabras, El Jaral, Barranco de Tejina und an anderen Stellen wurden Grüfte ausgemacht. Und in Aripe sind Felszeichnungen lokalisiert worden. Die Pfarrkirche, die der Jungfrau von La Luz geweiht ist, war früher einmal eine Wallfahrtskapelle. Bereits zu modernen Zeiten wurde sie von Grund auf restauriert. Drei ihrer sieben Retabel sind ganz besonders bemerkenswert: das des Altarraums, das des Herren, der das Kreuz trägt, und das der Jungfrau von El Carmen. Außerdem sind dort einige bedeutende Skulpturen zu finden, wie die von El Cristo de La Dulce Muerte, von einem anonymen Künstler aus dem 18. Jahrhundert, sowie ein Gemälde der Mariä Verkündigung, das auf das siebzehnte Jahrhundert datiert werden kann, und auch schöne Goldschmiedearbeiten.
Guimar. Güimar wahrt zahlreiche Spuren seiner prähispanischen Ansiedlungen. In Las Cardoneras und Montaña Grande sind sehr viele Funde gemacht worden, und in der Grotte von La Arena, in der Schlucht von Badajoz, der von Guaza, Escobonal, Chicaica, usw. wurden menschliche Reste und eine Siedlung mit Nekropole ausgemacht. Wie das für andere alte Orte der Inseln der Fall ist, so ist es auch in Güimar eine Freude, durch die Straßen zu schlendern. Die Pfarrkirche von San Pedro ist architektonisch wunderschön, und in ihrem Innern wahrt sie interessante Schnitzereien sowie sonstige Devotionalien. Die dicht am Stadtkern liegende Zone von Chinguaro ist vorwiegend landwirtschaftliches Gebiet. Das religiöse Leben der Gemeinde kam zu Beginn des 15.Jahrhunderts auf. Als die Jungfrau von El Socorro an den Stränden von Chimisay erschien, trug das damalige Guanchenvolk das Bildnis von dieser Fundstelle zu der Winterresidenz des Menceyato (Königreichs), wo es von da an verehrt und von den Leuten der anderen Menceyatos aufgesucht wurde. Besagte Residenz befand sich übrigens in der Nähe von natürlichen Wasserreservoirs, die für die Ureinwohner lebensnotwendig waren. Dieses Umfeld ist unter dem Namen Chinguaro bekannt. Heutzutage ist es aufgrund seines Reichtums an archäologischen Fundstätten zum Erbe von kulturellem Interesse erklärt worden. Es ist vorgesehen, dort eine archäologischen Park zu errichten. Dieser Platz wurde Kult- und Pilgerstätte für die Ureinwohner der ganzen Insel, zu Zeiten, die noch vor der Ankunft der kastilischen Eroberer auf den Kanarischen Inseln und ihrer Unterwerfung lagen.
Icod de los Vinos. Es ist sehr schwierig, in nur wenigen Zeilen zusammenzufassen, welches die Sehenswürdigkeiten sind, die unbedingt in eine kulturelle Besichtigung eingeschlossen werden sollten. Innerhalb des Gemeindegebiets gibt es natürlich zahlreiche Spuren der prähispanischen Vergangenheit des Ortes, ganz besonders in El Andén. Ein Visite von Icod ist äußerst anregend, und kann verschiedene Formen annehmen. Man kann zum Beispiel die Route der Wallfahrtskapellen zurücklegen: sie umfaßt Buen Paso, La Cruz, San Felipe, El Tránsito, Las Angustias, San Antonio, El Amparo, ... Alle wahren in ihrem Innenraum verschiedenartige, wertvolle Kunstschätze. Man sollte es nicht unterlassen, den Platz von La Pila, mit seinen Stammsitzen, aufzusuchen. Sehenswert sind das Haus von den Cáceres, das ehemalige Kloster von San Francisco und die Kapelle von Los Dolores, das ehemalige Kloster von San Agustín, der Platz von León Huerta, der Park von Lorenzo Cáceres, und, vor allem, die Kirche von San Marcos mit seinem Museum für Religiöse Kunst. Bildnisse angesehener Schnitzer, Retabel und Goldschmiedearbeiten, wie das berühmte Kreuz aus Filigran, aus all dem besteht der bedeutende Kunstschatz, der in Icod zu bewundern ist.
La Guancha. In der Gemeinde La Guancha befindet sich die Gruft von Hoya Brunco, in der Mumien, Tierhäute und Totenausstattung entdeckt worden sind. Es gibt aber noch weitere archäologische Fundstätten, in denen Reste von Utensilien der Ureinwohner erschienen sind: Los Celajes, Fuente Fría, El Roque... Das Viertel von Santa Catalina ist der älteste Ortskern, und es bietet wunderbare Exemplare der volkstümlichen Architektur mit seiner Steinmetzkunst. Auch aus dem 16. Jahrhundert, allerdings etwas später, ist der alte Stadtkern des wichtigsten Ortsteils; er besteht aus engen Straßen, von denen manche mit Quadersteinen oder natürlichen Steinen gepflastert sind, und traditionellen Häusern mit Satteldächern. Die Pfarrkirche von El Dulce Nombre de Jesús, aus dem 16. Jahrhundert, ist ebenfalls erwähnenswert. Dort gibt es ein wunderschönes Retabel aus dem 17. Jahrhundert, sowie zahlreiche Malereien.
La Matanza de Acentejo. Der Ort La Matanza de Acentejo bewahrt noch recht viele Aspekte seiner Vergangenheit, und ein Besuch seines Stadtkerns ist durchaus anregend. Der Pfarrtempel wurde vor kurzer Zeit errichtet. Das vorherige Gebäude, das Viera als "recht angemessene Kirche mit drei Schiffen und einem von dem Bischof ernannten Pfarrer, sowie weiteren Priestern" definierte, wurde am 26. Juni 1936 von einem wütenden Brand zerstört. Nach dem Bürgerkrieg wurde ein neuer Tempel gebaut, dessen Entwurf von dem Architekten Enrique Rumeu de Armas stammte. Für das Innere wurden Skulpturen von Maríano Benlliure ausgewählt, und es mussten neue Devotionalien beschafft werden, denn die früheren hatte das Feuer mit verschlungen. Die Wallfahrtskapelle von San Antonio Abad, die kurz nach der Eroberung in dem gleichnamigen Viertel errichtet wurde, ist ein weiterer interessanter Fleck; daneben stehen zwei alte Wohnhäuser traditioneller Architektur, die restauriert worden sind.
La Orotava. In Anbetracht der Bedeutung dieses Ortes als Siedlung der Ureinwohner, ist es nicht schwer zu verstehen, dass hier zahlreiche archäologische Spuren entdeckt worden sind: Grüfte, wie die von Roque Blanco oder der Schlucht von La Arena, Fundstätten am Strand von Bollullo, in Tigaiga, in Montaña de Los Pinos, usw. Ganz La Orotava, und speziell sein ältester Kern, bilden ein Zentrum von ganz besonderem kulturellem Interesse. So werden in der Kirche von La Concepción bedeutende Kunstwerke verwahrt, und das Gleiche trifft für die Pfarrkirche von San Juan Bautista del Farrobo zu. Die Kirche und Kloster von San Agustín, das Kloster von Santo Domingo (ehemalig San Benito), die Kirche von San Francisco, wie auch die zivilen Gebäude, wie etwa das Haus der Balkone, das von Mesa, Molina, Ponte-Fonte, Monteverde, Ascanio Monteverde (Lyzeum Taoro), usw., sollten unbedingt besichtigt werden. Auch der Platz von El Ayuntamiento (Rathausplatz) und der von La Constitución sind wunderschön.
La Victoria de Acentejo. Innerhalb seiner Bezirksgrenzen bewahrt La Victoria de Acentejo Spuren seiner prähispanischen Vergangenheit. So ist dort ein Tagoror (Treffpunkt des Reiches) entdeckt worden, und zwischen Barranco Hondo und den Felswänden von Ancón liegt eine Zone, die reich an archäologischen Funden ist, die aber leider stark geplündert worden ist. In einer Gruft wurden da zwei Mumien und diverse Gegenstände gefunden. In Barranco Hondo befindet sich die Grotte von El Risco Caído, dicht bei einer Nekropole, und in El Caletón gibt es eine weitere Bestattungshöhle. Die volkstümliche Architektur lädt regelrecht dazu ein, einen Spaziergang durch die verschiedenen Teile der Gemeinde zu machen. Die schöne Pfarrkirche sollte man unbedingt besuchen. Dort gibt es, im Innern, kostbare Stücke aus ziseliertem Silber, sowie Malereien und Bildnisse von großem künstlerischen Wert, und zudem ein wunderschönes Taufbecken. An Stätten von kulturellem und natürlichem Interesse sind dem Besucher, der dieses Dorf zum ersten Mal aufsucht, folgende zu empfehlen: Plätze von kulturellem Interesse: die Pfarrkirche, in deren Innenraum kostbare Stücke aus ziseliertem Silber, sowie künstlerisch sehr wertvolle Malereien und Bildnisse verwahrt werden, und wo direkt daneben eine hundertjährige Kiefer steht, das Kloster von Santo Domingo, die Häuser von La Resbala und das neue Rathaus, in dessen Innenhof das alte Taufbecken aufgestellt wurde. Als Orte von natürlichem Interesse: Die Aussichtspunkte von El Floridero, Ortuño, La Reyerta, La Plaza und Doña Carmen. Obwohl, im Grunde genommen, das ganze Dorf, landschaftlich, sehenswert ist. In La Hoya de Los Abades befindet sich eine Freizeitzone. Zu diesem Areal gelangt man über die Straße von La Matanza oder La Vica, und dann über eine Piste nach La Hoya de Los Revolcaderos.
Los Realejos. Es gibt auf dem Gemeindegebiet zahlreiche archäologische Fundstätten, wie beispielsweise die Gruft von El Guindaste oder das Höhlendorf mit Nekropole von Gordejuela, wo Reste von Menschen und Fragmente von Hausrat gefunden wurden. Auch in Rambla de Castro, Los Picachos, La Longuera, Llanuras de Méndez, El Mocán, in den Schluchten von El Poncio und Ruíz, ... gibt es wichtige Fundstätten. Die 1498 errichtete Pfarrkirche von Santiago wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut; ihr Turm stammt auch dem 17. Jahrhundert, und im Innern werden wundervolle, künstlerisch wertvolle Stücke verwahrt. In Realejo de Abajo muss man die Pfarrkirche von La Concepción erwähnen; trotz des schlimmen Brandes, dem sie in den siebziger Jahren dieses Jahrhunderts zum Opfer viel, bewahrt sie noch ihre schönen Portale sowie einige ursprüngliche innere Strukturelemente. In der ganzen Ortschaft ist, an den Gebäuden, die charakteristische Architektur der Insel zu erkennen.
Los Silos. Es ist ganz logisch, dass es auf dem Gemeindegebiet Reste der prähispanischen Vergangenheit gibt. So wurden mehrere Grüfte mit diversen Utensilien in El Risco de Los Silos, Isleta und Talavera, Las Moradas, El Polvillo, Vinatea, ... entdeckt. Die Pfarrkirche ist recht interessant. Seit ihrer ursprünglichen Konstruktion aus dem 16. Jahrhundert hat sie sich, im Laufe der Zeit, sehr verändert, denn es sind der Chor, die Kapellen, die Kammer der Jungfrau hinzugekommen, und, bereits in diesem Jahrhundert, wurde ihre Fassade grundlegend verändert. Im Innenraum sind bedeutende Schnitzereien zu finden, wie der Gekreuzigte von Juan de Mesa, das Bildnis der Heiligen, die der Kirche den Namen gibt, verschiedene Malereien der kanarischen Schule und wunderschöne Goldschmiedearbeiten, von denen viele von den Auswanderern nach Amerika hierher gesandt wurden. Hervorzuheben sind ebenfalls die drei barocken Retabel. Das Kloster von Las Bernardas, das heute ein Kulturzentrum ist, wurde zum Historischen und Künstlerischen Monument erklärt.
Puerto de la Cruz. Auf der archäologischen Karte von Teneriffa sind eine Ansiedlung mit Nekropole in Martiánez verzeichnet, sowie Grüfte in Malpaís und María Jiménez. Ansonsten ist es recht schwierig, konkrete Punkte anzugeben, die besichtigt werden sollten, denn die Gefahr ist groß, dass einige wichtige Stellen dabei vergessen werden, so groß ist die Anzahl von anheimelnden typischen Orten. Zum Beispiel der Platz Charco ist sehr schön. Er stammt scheinbar aus dem 18. Jahrhundert, und besteht aus einer Mulde, in die zuvor Meerwasser eindrang und wo Sandgarnelen gefischt wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Platz Concejil, der von Herrschaftshäusern, wie den Häusern von Reimers, Ventoso, Iriarte und dem Sitz des Roten Kreuzes, umgeben ist; der Platz der Kirche, vom Ende des 17. Jahrhunderts, wo die Parochialkirche steht, in deren Innenraum ein großer Kunstschatz verwahrt wird; die Straßen von Las Lonjas und von Iriarte; das Schloss von San Felipe, das zwischen den Jahren 1630 und 1644 gebaut wurde; die Wallfahrtskapelle von San Telmo, die Kirche von San Francisco und der Park Taoro. Ganz unvergleichlich sind der Botanische Garten und das von César Manrique an der Küste Martiánez geschaffene Werk. All das sind nur einige der zahlreichen Stellen, die in Puerto de La Cruz einen Besuch wert sind. Dazu kommen die Kalköfen, die vor kurzem restauriert wurden; sie befinden sich in der Straße von Las Cabezas, neben der Berufsschule. Sie stammen vom Anfang des Jahrhunderts, und darin wurde Kalk für das Baugewerbe hergestellt. Sie funktionierten als solche bis 1940. Ihre Restaurierung hat zugleich die Wiedergewinnung ihres Umfelds eingeschlossen, das jetzt eine wunderschöne Grünzone ist.
San Juan de la Rambla. Es sind hier bedeutende archäologische Fundstätten ausgemacht worden, wie die in El Risco de El Masapé oder in der Schlucht von Poncio. "Zu den beachtlichsten kulturellen Schätzen in diesem Dorf gehört das historische Gefüge des Stadtkerns, das aus zahlreichen alten Häusern, viele davon aus dem 18. Jahrhundert, besteht; sie verleihen dem Aussehen des Ortes eine ganz besondere Nuance und großen Charme, und deuten auf eine wichtige Vergangenheit." (José A. Oramas Luis). Im Bereich der religiösen Gebäude ist vor allem die Pfarrkirche zu nennen. Ihre heutige Struktur ist, infolge der Erweiterungen und des Wiederaufbaus nach dem Sturm von 1722, anders als die der ursprünglichen Wallfahrtskapelle. Innen sind interessante, künstlerisch wertvolle Werke zu finden. Auch die diversen Wallfahrtskapellen der verschiedenen Teile der Gemeinde sind einen Besuch wert.
San Miguel de Abona. Logischerweise sind Spuren der prähispanischen Vergangenheit an verschiedenen Stellen der Gemeinde zu finden. So etwa in ihrem Kern, in La Aldea, in den Schluchten von Orchilla, von La Tafetena und von El Pilón, wo merhere Funde gemacht wurden, die in Bezug mit den ursprünglichen Einwohnern gebracht werden. In der Schlucht von La Tafetana oder Uchova gibt es ein Gefüge von Wohnhöhlen und Grüften, und in der Nekropole von Uchova wurden etwa 74 Leichen entdeckt. Die prähistorische Besiedlung dieser Küstenzone wird auch durch die wichtige Fundstätte von Guargacho, in einer Höhe von 65 Metern über dem Meeresspiegel, belegt. Was in dieser Gemeinde ebenfalls interessant ist, ist ein Spaziergang durch die Straßen der verschiedenen Ortschaften, ganz besonders des äußerst malerischen Kerns. Die Pfarrkirche, die San Miguel Arcángel geweiht ist, sollte unbedingt besucht werden. Sie besteht aus einem einzigen Schiff, und ihr Bau fällt in den Rahmen der Linien der religiösen Konstruktion der Insel. In ihrem Innenraum werden interessante Werke verwahrt, insbesondere eine wunderbar angefertigte Malerei des Christus. Das Haus mit Speicher von Aldea Blanca ist sehenswert. Es handelt sich um ein Relikt der Vergangenheit, in der dieser Ort den Süden der Insel mit Korn belieferte. Daneben steht die einzige ovale Tenne, die auf Teneriffa existiert. Auch das Haus der Kapitäne, dicht an der Wallfahrtskapelle von El Calvario, sollte man sich anschauen.
Santa Cruz de Tenerife. Auf dem Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Spuren der prähispanischen Vergangenheit: Anaga. Taganana, Hoya Fría sind Orte, an denen Wohnhöhlen und ein Tagoror (Treffpunkt des Reiches), sowie Nekropolen und Siedlungen mit vielen Resten entdeckt worden sind. Und auch in Taco, Añaza, der Schlucht von Benijo, ... wurden archäologische Funde gemacht. In Santa Cruz gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten, die, mit ihren künstlerischen Schätzen, den Besucher entzücken werden. Die Straßen sind durch wunderschöne Bauten geschmückt, die Plätze und Parks zeigen attraktive Verzierungen. Man kann hier das Schloss von San Juan, aus dem 17. Jahrhundert, besichtigen; es stellte früher einen wichtigen Punkt für das Verteidigungssystem der Insel dar. Um dem religiösen Verlangen der Garnison des Schlosses gerecht zu werden, wurde die Wallfahrtskapelle von Regla errichtet. Die Wallfahrtskapelle von San Telmo wurde Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet, und stand im Besitz der Fischerzunft; das Hospital von Nuestra Señora de Los Desamparados, ein Werk von Oraá (19. Jahrhundert), belegt das Grundstück, wo früher das von den Gebrüdern Logman im 18. Jahrhundert gegründete Hospital stand. Höchst interessant ist die Kirche von La Concepción, ein Bau, dessen derzeitige Struktur vorwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt, wenn auch die ursprüngliche Konstruktion gegen 1500 erstellt wurde. In ihrem Innern sind wichtige Kunstwerke verwahrt. Der Palast Carta, den der Kapitän Matías Rodríguez Carta im Jahre 1721 baute, verfügt über einen Innenhof, der ein wunderschönes Beispiel für die kanarische häusliche Architektur ist. Die Kirche von San Francisco, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, war der Tempel des franziskanischen Klosters von Pedro de Alcántara. Auf einem Teil des Grundstücks dieses Klosters erhebt sich ein schönes Gebäude von Eladio Laredo (1929), das der Sitz der Stadtbibliothek ist. Der Bau des Círculo de Amistad XII de Enero ist von Maríano Estanga (1904), und das Theater Guimerá von Oraá (1849). Diesem Architekten sind auch die Recova Vieja und der Sitz des Parlaments der Kanarischen Inseln zu verdanken. Weitere bemerkenswerte Bauten sind das Rathaus, die Präfektur und das Generalkapitanat. In Santa Cruz gibt es schöne Skulpturen, die in den Straßen und Alleen verstreut sind, und auch bedeutenden Museen: das für Schöne Künste, das Museum der Natur und des Menschen, und das Regionale Historische und Militärmuseum der Kanarischen Inseln.
Santa Ursula. Wie bereits erwähnt gibt es in der Gemeinde Spuren der prähispanischen Vergangenheit. In La Quinta Roja wurden durchstochene Muschelstücke, runde Kettenschnüre, usw. gefunden; in Quinta Roja und in den Schluchten von Acebiños und Naranjos sind Grüfte entdeckt worden. Nicht nur der Ortskern, sondern auch die verschiedenen Gaue sind sehr malerisch, und wirklich einen Besuch wert. Die Kirche ist ein Bau, der aus dem 17. Jahrhundert stammt; innen sind interessante künstlerische Werke verwahrt, unter denen ganz besonders das von Fernando Estévez angefertigte Bildnis von Santa Rita und ein Christus von Luis Cabrera Viera, dem Onkel von Viera y Clavijo, hervorzuheben sind. Auch die Wallfahrtskapellen, die zu verschiedenen Zeitpunkten an unterschiedlichen Orten erbaut wurden, wie etwa die von La Corujera und die von San Luis, sind von Interesse.
Santiago del Teide. Auf dem Gemeindegebiet sind viele Spuren der prähispanischen Vergangenheit erhalten: in El Retamar, Arguayo, Puerto de Santiago, Montaña de Samara, Tamaimo, Andén del Ramo, Montaña de Guama, La Cabezada, Chimayache, El Roque, Los Quemados, ... sind Ansiedlungen, Grüfte, verschiedenartige Gegenstände, usw. entdeckt worden, Reste einer Epoche, in welcher die Ureinwohner diese Zone beherrschten. Aber auch die Parochialkirche von San Francisco verdient Aufmerksamkeit; ihre halbrunden Kuppeln entstanden infolge von Umbauten, die in diesem Jahrhundert vorgenommen wurden, und die zugleich andere Teile des Tempels betrafen. Im Innenraum sind interessante Kunstwerke zu finden. Die Bedeutung von Arguaya beruht auf seinen Töpferwaren. In Santiago sollte man es nicht unterlassen, das Haus von El Patio und Lagares, ein Herrschaftssitz aus dem 17. Jahrhundert, zu besuchen.
Tacoronte. Tacoronte verfügt über zahlreiche Spuren seiner prähispanischen Vergangenheit. Hervorzuheben ist in dieser Hinsicht vor allen die Ansiedlung von Los Riscos de Tacoronte, die in der Schlucht von Guayonje eingebettet ist, zwischen El Risco del Señorito bis zu La Punta del Viento etwa; auf diesem Stück sind zahlreiche Wohn- und Bestattungshöhlen gefunden worden. Aber man sollte auch die Pfarrkirche von Santa Catalina Mártir de Alejandría, die älteste, die in Tacoronte existiert, besichtigen. Das Umfeld, in dem sie steht, ist der älteste Tel der Stadt, wo noch architektonisch außerordentlich schöne Häuser zu bewundern sind. Der heutige Bau des Tempels stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und wurde auf den Grundmauern der ursprünglichen Wallfahrtskapelle errichtet, welche die früheren Ansiedler zu Beginn des 16. Jahrhundert erbaut hatten. Man sollte ebenfalls den Besuch von dem Kloster der Augustinerpater nicht missen: die Kirche und Sankturarium von El Cristo de Los Dolores wurde Mitte des 17. Jahrhundert errichtet. Auf der rechten Seite davon befindet sich heutzutage das Haus der Kultur, das zuvor von dem Rathaus belegt war. Die Wallfahrtskapellen von La Caridad, San Juan und San Jerónimo, alle aus dem 17. Jahrhundert, sind Beispiele des reichen Kulturerbes, über das diese Stadt verfügt. Auch El Calvario, la Alhóndiga und die Zone mit den alten niedrigen Häuschen sollte man sich nicht entgehen lassen.
Tegueste. Innerhalb der Grenzen des Gemeindegebiets existieren wichtige Spuren seiner prähispanischen Vergangenheit, wie beispielsweise eine Ansiedlung in der Nähe von Pedro Alvarez, dessen Existenz durch die Entdeckung der Wohnhöhlen dort bewiesen ist. Das Gleiche gilt für die Schluchten von Agua de Dios und von Milán, wo diverse Utensilien gefunden wurden. Außerdem sind da Grüfte ausgemacht worden. Der Besuch von der Pfarrkirche von San Marcos lohnt sich; es wurde im Laufe der Jahrhunderte daran weitergebaut, und in diesem Jahrhundert sind erforderliche Restaurationsarbeiten daran durchgeführt worden. Im Innern werden interessante Kunstwerke verwahrt. In der Gemeinde gibt es weitere Wallfahrts- und Hauskapellen, wie die von El Socorro, deren erste Konstruktion im 16. Jahrhundert stattfand, und die von der Agustínergemeinschaft von El Espíritu Santo verwaltet wurde; die von Los Dolores, die als die von San Ignacio bekannt ist; oder die von San Pedro de Alcántara, die Roma genannt wird. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Teile der Gemeinde bietet die Möglichkeit, schöne Gebäude im echten kanarischen Stil zu bewundern.
Vilaflor. Man sollte die Pfarrkirche von San Pedro Apóstol besichtigen, die von der Familie Soler gegründet wurde, und im Laufe der Jahre stets mit dem Namen dieser Familie verbunden gewesen ist. Besonders interessant sind ihre Portale und Giebeldreiecke. Sie hat keinen Turm, jedoch eine senkrechte Struktur, die von einer Glockenwand gekrönt ist. Im Innenraum werden Juwelen und Bildnisse von großem künstlerischen Wert verwahrt, wie das Bild von San Pedro. Es ist interessant und attraktiv, die verschiedenen Gaue der Gemeinde zu besuchen. An den Straßen stehen typische Bauten, von denen einige recht eindrucksvoll sind, wie das Haus des Bischofs, ein altes Gebäude, das den Amtsinhabern der Diözese von Teneriffa als Sommerresidenz diente, und sich am Platz von El Obispo Pérez Cáceres befindet. Zu den verschiedenen Stammsitzen, die in Vilaflor erhalten sind, gehört das Haus der Soler, das hinter der Kirche von San Pedro steht, und eine breite befestigte Fassade aufweist.
