Puerto de la Cruz

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Mit 31.131 Einwohnern (Stand 2007) ist Puerto de la Cruz die sechstgrößte Stadt Teneriffas (Stand 2005) und ist eine der größten touristischen Zentren der Inselnordküste. Zusammen mit La Orotava, Los Realejos und anderen Orten bildet Puerto de la Cruz einen Ballungsraum von ca. 140.000 Einwohnern. Von Puerto de la Cruz führt die Autobahn TF-5 direkt zur Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Nachbargemeinden sind La Orotava im Osten und Süden und Los Realejos im Westen. Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von ca. 8,84 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 9m über dem Meeresspiegel und ist im Orotava-Tal gelegen.

Im Gegensatz zur trockenen, regenarmen Südküste vorherrschende feuchtwarme Klima ist Garant für eine besonders abwechslungsreiche Vegetation. Das Orotavatal ist das ganze Jahr über grün. So ist Puerto de la Cruz umgeben von ausgedehnten Bananenplantagen, aber aufgrund der extremen Expansion der beiden Städte Puerto de la Cruz und La Orotava immer weiter verkleinert werden.


Die Geschichte der Stadt

Bereits vor 1502 wurde die Mündung des Barranco San Felipe als "Landeplatz" für Güter des täglichen Bedarfs der zu gründenden Ortschaft La Orotava genutzt. Dieser Barranco liegt im stadteinwärts gelegenen Teil der heutigen Playa Jardín. Die Ladung wurde mit Booten zum Strand gerudert und dann mit Wagen oder Maultieren nach La Orotava transportiert. Die ersten landwirtschaftlichen Exportprodukte, meist Zucker, nahmen den umgekehrten Weg. Da es auf der Insel zu dieser Zeit keinerlei Straßen und Brücken gab, war eine Versorgung über Land, z.B. von Santa Cruz bzw. La Laguna aus, nicht möglich. Die Stadt La Orotava wurde, wie bereits La Laguna, bewusst aus strategischen Gründen etwas landeinwärts angesiedelt, um sicher zu sein vor Überfällen der Portugiesen oder nordafrikanischer Piraten.

Der italienische Baumeister Leonardo Torriani besuchte zwischen 1584 und 1593, im Auftrag Philipps II., die Kanarischen Inseln. Er sollte u.a. Vorschläge für Befestigungsanlagen ausarbeiten. In seinen Vorschlägen hielt er ein „Castillo“ an der Mündung des Baranco San Felipe für notwendig. Mit dem Bau der Grundmauern des Castillos San Felipe wurde erst im Jahr 1604 begonnen. Die Fertigstellung der Befestigungsanlage und des etwas weiter landeinwärts liegenden, durch einen unterirdischen Gang verbundenen Pulvermagazins, verzögerte sich noch bis 1655. Der "Landeplatz" konnte allerdings bereits seit einer Überschwemmung im Jahr 1590 schon nicht mehr genutzt werden.

In den Anfangsjahren wurden drei weitere "Landeplätze" in Puerto de la Cruz genutzt: Am Puerto Nuevo wurde in den Jahren 1641 bis 1650 eine kleine halbkreisförmige Mole gebaut. An dieser Stelle befindet sich heute der Fischereihafen. Ein weiterer "Landeplatz" war am Strand von San Telmo unterhalb der heutigen Promenade und ein weiterer im Bereich Martíanez. Auch diese Anlandeplätze wurden im 18. Jahrhundert durch Festungswerke geschützt: Puerto Nuevo durch die Batería Santa Barbara, San Telmo durch die Batería San Telmo und Martíanez durch die Battería San Carlos.

Es gab in den ersten Jahren im Gebiet der "Altstadt", dem heutigen Stadtteil La Ranilla, einige Unterkünfte der Ruderer und einige kleine Fischerhütten. Die Gründung einer Ortschaft war vorerst nicht vorgesehen. Erst im Jahr 1603, hundert Jahre nach Beginn der spanischen Siedlungsaktivitäten im Orotava-Tal, beauftragte die Inselregierung in La Laguna den in La Orotava ansässigen Regidor Antonio Fanchi Lutzardo y Ponte de Castillo Grundstücke für eine Kirche, öffentliche Wege und Baugrundstücke zu kennzeichnen. Es handelte sich hierbei um das Gebiet südöstlich des Puerto Nuevo, das heute von der Plaza del Charco und der Calle San Agustín umgeben wird. Antonio Franchi ließ für sich ein Haus nahe der Batería Santa Barbara errichten. In diesem Haus befand sich bis 1833 die Zollverwaltung (Casa de la Real Aduana). In dem neu erschlossenen Gebiet siedelte sich eine reiche und einflussreiche Händlerelite an. Bei diesen Kaufleuten handelte es sich in erster Linie um Briten, die den Weinhandel nach England dominierten. Aber auch Portugiesen und Franzosen kamen nach Puerto de la Orotava und betrieben von hier aus ihre Geschäfte.

Im 17. Jahrhundert bekam der Ort einen bedeutenden Aufschwung. Die Bevölkerung betrug im Jahr 1604 nur 180 Einwohner und stieg bis zum Jahr 1707 auf 2.826 Einwohner. Ebenso verlief der Anteil am Warenumschlag der Insel. Während im Jahr 1601 nur 2,1 % der Waren Teneriffas in Puerto de La Orotava umgeschlagen wurden, waren es im Jahr 1690 bereits 84,6 %. Das war aber noch vor dem Vulkanausbruch, der im Jahr 1706 den Hafen von Garachico vernichtete.

Das 17. Jahrhundert war auch die Zeit der Klostergründungen. Das Kloster der Franziskaner wurde 1608 gegründet und brannte 1967 bis auf die Kirche ab. Auch das Kloster der Dominikaner, das sich hinter dem heutigen Rathaus befand, wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gegründet und brannte 1778 ab. Ebenfalls durch einen Brand im Jahr 1925 ging das Kloster der Dominikanerinnen verloren, das zwischen 1661 und 1684 gegenüber der Hauptkirche errichtet wurde.

Der große Anteil anglikanischer Engländer führte zu einem Problem: Ihre Toten durften nicht auf dem allgemeinen Friedhof bestattet werden. Daher wurde bereits im 17. Jahrhundert in der Nähe des Castillo San Felipe ein Friedhof angelegt. Dieser Friedhof, der den Namen La Chercha (von Churchyard) trägt, ist von einer Mauer umgeben und durfte auf Betreiben der katholischen Kirche bis in die jüngste Zeit nicht nach außen sichtbar mit einem Kreuz gekennzeichnet werden. Es handelt sich hier um den ersten nicht-katholischen Friedhof im Spanien der Neuzeit.

Der Spanische Erbfolgekrieg, 1701 bis 1714, führte zu einem völligen Zusammenbruch des Handels mit England. Einige englische Kaufleute verließen Puerto de La Orotava. Als nach dem Krieg der Handel mit England wieder möglich war, hatten die Engländer ihren Geschmack von kanarischem Malvasier auf den portugiesischen Madeira- und Portwein umgestellt. Darüber hinaus wurde auf Anweisung des Königs Philipp V. Santa Cruz einziger Exporthafen der Insel für den Handel mit Amerika. Die Handelshäuser des Hafens Puerto de La Orotava mussten also ihre Güter erst nach Santa Cruz verschiffen, wo die meisten Handelshäuser eine Zweigniederlassung eröffneten. Trotz aller Vorschriften wurde von Puerto de La Orotava aus immer wieder Wein nach und Tabak aus Amerika geschmuggelt.

Die Bürger von Puerto de La Orotava wählten bereits seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ihre Ortsvorsteher selbst und es gingen im Laufe der Zeit immer mehr Rechte der Stadtverwaltung La Orotavas auf die Bürger des Hafens über. Im Jahr 1808 wurde "Puerto de la Cruz", wie es sich nun nannte, eine selbständige Stadt. Am wirtschaftlichen Aufschwung der landwirtschaftlichen Produktion durch den verstärkten Bananenexport im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Hafen aber nur einen geringen Anteil.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Beginn des Tourismus erkennbar. Nach einigen Unterkunftsmöglichkeiten, die eher als Zimmervermietung und nicht als Hotels zu bezeichnen sind, eröffneten zum Ende des 19. Jahrhunderts die ersten richtigen Hotels. Diese Hotels wurden, wie z.B. das "Marquesa" oder das "Monopol", häufig in ehemaligen Herrenhäusern eingerichtet. 1893 wurde das "Taoro Grand Hotel" fertig gestellt, ein Hotel mit mehr als 100 Zimmern, das den Luxus bot, den die europäische Bourgoisie der damaligen Zeit gewohnt war. Bei den Touristen handelte es sich in erster Linie um Engländer, die Teneriffa wegen der heilenden Wirkung des Klimas bei Lungenkrankheiten aufsuchten. Viele Engländer ließen sich, ohne die Absicht einem Erwerb nachzugehen, dauerhaft besonders in den höher gelegenen Stadtteilen nieder. 1890 wurde dort auch eine englische Kirche gebaut und seit 1903 besteht dort eine sehr umfangreiche private Leihbibliothek. Der Tourismus hatte allerdings nur eine geringe Wirkung auf den Hafen, da die großen Passagierschiffe in Santa Cruz anlegten.

1955 wurde Puerto de la Cruz von der spanischen Regierung zu einem "Ort von touristischer Bedeutung" erklärt. 1963 begann die Phase der baulichen Umgestaltung der Stadt, welche ihren Höhepunkt mit dem 24 stöckigem Hotel "BelAir" erreichte. Der Umbau des Lago Martíanez (nach Entwürfen des Architekten César Manrique im Jahr 1971) war der Beginn einer Rückbesinnung auf Tradition und natürlich gestalteter Landschaft, wie sie auch in der Playa Jardín, die vom gleichen Künstler entworfen wurde, am westlichen Ende der Stadt zu sehen ist. Am 23. Mai 2006 erklärte die Regierung der Kanarischen Inseln die Innenstadt von Puerto de la Cruz und einige außerhalb liegende Gebäude als Gesamtheit zu einem Ort von kultureller Bedeutung. Darüber hinaus wurden einzelne Gebäude, Gärten und eine archäologische Fundstelle unter besonderen Schutz gestellt. Der Tourismus bestimmt heute das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt.


Historisches Stadtzentrum

Das historische Zentrum der Gemeinde Puerto de la Cruz, wurde 1985 zum historischen Nationalgut (Conjunto Histórico Artístico) erklärt. Bis zum 18. Jahrhundert befand sich dort der Hafen von La Orotava. In Puerto de la Cruz vereint sich der Charakter der Seefahrt und der historische Reichtum mit der Lebhaftigkeit und Bedeutung des wichtigen touristischen Zentrums, das es heute ist und das es als es eines der ersten touristischen Reiseziele Spaniens und ganz Europas bereits in der Vergangenheit war. Auf dem zentral gelegenen Platz El Charco läuft alles zusammen, die Fußgängerzonen, die sich auf sonderbare Weise der Walfahrtskapelle San Telmo annähern, das Casa Miranda, das antike Hotel Marquesa, die Kirche Peña de Francia, das Casa de la Aduana und andere Gebäude von historischem Wert. An der Mole befindet sich das zauberhafte Fischerviertel La Ranilla. Etwas weiter entfernt liegt der botanische Garten, der im 17. Jahrhundert zur Beheimatung von Pflanzenarten aus Amerika angelegt wurde.


Sehenswertes

Jardín Botánico

Der Botanische Garten war zwar ursprünglich nicht als touristische Einrichtung geplant ist aber trotzdem seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Touristen und Besucher. Der "Jardín de aclimatación de La Orotava", wie der Garten heute noch heißt, liegt nicht in Orotava, sondern am südöstlichen Ortsrand von Puerto de la Cruz. Er wurde im Jahr 1788 im Auftrag des Königs Karl III. durch Alonso de Nava y Grimon VI. Marqués Villanueva del Prado angelegt. Der Ort wurde so gewählt, dass der Garten sich einerseits nahe am Hafen befand, damit die Pflanzen aus Übersee nicht weit transportiert werden mußten, andererseits sollte er auf einer Höhe von ca. 100 m über dem Meer liegen an einer Stelle an der genügend Wasser zur Verfügung stand. Nachdem der Garten im Laufe der Zeit sehr verwahrlost war, wurde er nach 1860 durch die Anstrengungen des Schweizer Obergärtner Hermann Wildpret zu einem Garten mit internationalem Ansehen. Der Jardín Botánico steht heute unter der Leitung und Aufsicht des Kanarischen Institutes für Landwirtschaftliche Forschung.


Loro Parque

Der Tierpark "Loro Parque" am westlichen Stadtrand von Puerto de la Cruz zeigt rund 30.000 Tierarten, darunter Gorillas, Tiger, Haie und eine Jahrhunderte alte Schildkröte. Höhepunkte des Parks sind neben der berühmten, namensgebenden Papageiensammlung die größte Delfinshow Europas und die größte Pinguinsammlung der Welt. Hier wurden unter anderem die Delfinaufnahmen am Anfang des neuen Kinofilms "Per Anhalter durch die Galaxis" aus dem Jahr 2005 gedreht. Seit dem 3. Juni 2006 ist auf dem Gelände ein großes Orka-Becken (mit Show) mit einem 3.000 Zuschauer fassenden Stadion.


Plaza Charco

Treff- und Mittelpunkt der Stadt vor allem unter Einheimischen ist die Plaza del Charco. Die Gebäude auf der Westseite des Platzes in denen heute Restaurants und Cafés untergebracht sind, stammen z.T. noch aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Fassaden wurden allerdings immer wieder dem Stil der Zeit angepasst. In den Innenhöfen erkennt man noch an den Galerien die ehemals kunstvolle Ausgestaltung der Gebäude, die von Kaufleuten als Wohn- und Geschäftshäusern errichtet wurden. Das heute unter dem Namen Rincon del Puerto bekannte Gebäude war im 19. Jahrhundert ein Gasthaus das den späteren Kaiser Maximilian von Mexiko als auch den späteren russischen Zar Alexander III. beherbergte.


Plaza de la Iglesia

Die Plaza de la Iglesia ist ein Platz, der bereits bei der ersten Stadtplanung im Jahr 1603 vorgesehen war. Auf der Ostseite wurde Ende des 17. Jahrhunderts die Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia erbaut. An der Westseite befand sich bis 1925 das Kloster der Heiligen Katarina, das seit der Desamortisation verschiedenen Zwecken diente. Heute befindet sich auf dem Grundstück eine Schule. Das heutige Aussehen des Platzes stammt aus der Zeit um 1900. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Springbrunnen im Jugendstil, ebenfalls im Jahr 1900 erbaut, der die Form eines Schwanes hat, aus dessen Schnabel Wasser sprudelt.


Strandpromenaden

Die breite, 1977 fertig gestellte Strandpromenade Avenida Colón wurde von 2002 bis 2005 modernisiert und führt von der Playa Martiánez im Osten vorbei an vielen Hotels, Cafés, Bars, Shops, dem Casino und den Meerwasserfreibädern Lago Martiánez auf der Meeresseite bis zum Paseo de SanTelmo, einer weiteren Strandpromenade.


Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia

Die Kapelle, die Antonio Franchi y Lutzardo 1603 erbauen ließ, wurde ab 1631 als Gemeindekirche genutzt, 1648–1697 ausgebaut und im 18. Jahrhundert nochmals erweitert.


Kirche San Francisco und Kapelle San Juan Bautista

San Francisco war die Kirche des im 19. Jahrhunderts aufgelösten und im Jahr 1967 abgebrannten Franziskanerklosters. Die heutige vordere Seitenkapelle wurde um das Jahr 1600 als Kapelle San Juan Bautista gebaut. Die Kirche enthält einige eindrucksvolle Werke der bildenden Kunst.


Kapelle San Telmo

Die Vorgängerkirche der heutigen Kapelle San Telmo scheint bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts innerhalb der Befestigungsanlage San Telmo errichtet worden zu sein. Das aktuelle Gebäude geht auf eine Gründung der Seemannsgilde im Jahr 1780 zurück. Im Jahr 1826 wurde die Kirche durch eine Flut stark beschädigt. Nach einer grundlegenden Restaurierung im Jahr 1880 wurden nur noch wenige Veränderungen vorgenommen. Im Jahr 1968 wurde die Kapelle mit großer Unterstützung des Katholischen Auslandssekretariates deutschsprachiger Katholiken restauriert. Seit dieser Renovierung betreut die katholische Gemeinde Deutscher Sprache die Kapelle und feiert in dieser Kapelle gemeinsam mit Touristen und Einwohnern ihre sonn- und werktäglichen Gottesdienste. Hinter der Kirche ist noch ein rundes Gebäude erhalten, das den Eingang des unterirdischen Pulverlagers der Befestigungsanlage darstellt.


Friedhof San Carlos

Der Friedhof wurde im Jahr 1810 angelegt und die Kapelle stammt aus dem Jahr 1840. Auf diesem Friedhof wurde eine große Anzahl bedeutender Persönlichkeiten der Stadt bestattet. Viele der Familiengrabstädten dieser Persönlichkeiten werden heute noch von ihren Nachfahren genutzt und gepflegt. Seit einigen Jahren dürfen auf dem Friedhof auch nicht katholische Verstorbene bestattet werden.


El Peñón del Fraile

Der Name Peñón del Fraile geht auf seinen Bruder Juan de Jesús zurück, der jeden Tag auf den Felsen (Peñón) kletterte, um dort zu beten. Ende des 18. Jahrhundert wurde im Auftrag von Luis-Carlos Lavaggi de Camilli das kleine Tempelchen errichtet. 1814 baute man dann auf Kosten der Gemeinde die Treppenanlage dazu.


Castillo San Felipe

Dieses Festungsbauwerk wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts gebaut, um die Landebucht in der Mündung des Barranco Felipe vor Piraten zu schützen. Das Pulvermagazin, etwas landeinwärts gelegen, war unterirdisch mit dem Hauptgebäude verbunden. Die Anlage wurde mit vier Kanonen bestückt und bot Unterkunftsmöglichkeiten für 35 Mann Besatzung. Das Castillo wurde bei einer großen Flut 1826 sehr stark beschädigt. Es wurde Ende des 20. Jahrhunderts restauriert und dient heute kulturellen Zwecken.


Casa Iriarte

Das Gebäude ist ein Beispiel für ein Wohn- und Geschäftshaus des späten 17. Jahrhunderts. Die Fassaden zur Calle San Juan und zur Calle Iriarte haben für die Kanarischen Inseln typische Balkone. In diesem Gebäude wurde Juan de Iriarte y Cisneros sowie auch seine Neffen Bernardo de Iriarte y Nieves Ravelo, Domingo de Iriarte y Nieves Ravelo und Tomás de Iriarte y Nieves Ravelo geboren.


Casa de la Real Aduana

Das Gebäude wurde im frühen 17. Jahrhundert durch Antonio Luzardo de Franchi errichtet. Es diente bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts als Wohn- und Dienstgebäude der Zollverwalter. Das Haus wird heute für Kunstausstellungen und als Verkaufsstelle für lokales Kunsthandwerk genutzt.


Casa Miranda

Dieses Gebäude wurde im Jahr 1730 als Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die kanarische Architektur. Besonders hervorzuheben ist der doppelte Balkon zur Seeseite. Das Haus gehörte dem Vater des Francisco de Miranda, einem Vorkämpfer der Unabhängigkeit Venezuelas. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts kaufte Austin Baillon, der Direktor von Shell International dieses Haus und das Zollhaus und bewahrte die Häuser vor dem Abriss. Heute dient das "Casa Miranda" als Restaurant.


Das Museum für Archäologie

In dem Haus aus dem frühen 19. Jahrhundert wurde im Jahr 1991 ein Museum für vorspanische Geschichte eingerichtet. Dieses Museum vereinigt verschiedene Sammlungen, die einen guten Überblick über die Fundstücke aus der Geschichte Teneriffas vor der Zeit der Spanier vermitteln.


Hotel Marquesa

Im Jahr 1712 ließ Nicolás Valois das Gebäude erbauen. Der Name des Hotels geht auf die Marquesa de Candia zurück, die früher hier ihren Wohnsitz hatte. Das Haus wurde im Jahr 1887 zum Hotel umgebaut und 1964 komplett renoviert. Während seines Aufenthaltes auf Teneriffa wohnte Alexander von Humboldt hier als Gast des damaligen Eigentümers Bernardo Cólogan y Fallon.


Casa und Torre Ventoso

Das Wohn- und Geschäftsgebäude wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Auftrag der Familie Lynch gebaut. Später ließ die Familie White (Blanco) den Turm errichten. Ende des 19. Jahrhunderts lebten Victoria Ventoso y Cullen (1827–1910), eine Dichterin und ihr Ehemann Dr. Víctor Pérez (1827–1892), Arzt und Förderer des Tourismus hier. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Gebäude renoviert. Zuletzt diente das Haus als Schule (Colegio San Agustin).


Lago de la Costa de Martiánez

Die heute unter Denkmalschutz stehende Anlage aus den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, besteht grundsätzlich aus drei Teilen: Den ersten Teil bilden die im Westen liegenden aus drei Schwimmbecken und einer Restaurantterrasse bestehenden Bäder von San Telmo. In diesem Bereich der Anlage überwiegen eckige Grundrisse. Den zweiten Bereich bildet eine Gruppe von drei Schwimmbecken. Hier wird der Einfluss des Landschaftsgestalters César Manrique an den Formen, den weißen Flächen und der Einbeziehung der Pflanzen erkennbar. Im Osten befindet sich der dritte Bereich, der El Lago (der See) genannt wird. Auf einer großen Wasserfläche sind verschiedene Inseln und Halbinseln angeordnet. Innerhalb der Anlage stehen verschiedene Skulpturen, die einen Teil des Gesamtwerkes bilden.


The British Library

Die britische Bücherei wurde 1903 nach den Plänen eines Mr. Bovil erbaut. In dem Gebäude befindet sich die mit ca. 15.000 Bänden vermutlich größte private englische Leihbibliothek.


Sitio Litre

Das Haus Sitio Litre wurde 1730 von Archibald Little erbaut. Es besitzt den ältesten Garten der Stadt, und zu diesem gehören eine bedeutende Orchideensammlung, sowie der größte und älteste Drachenbaum in Puerto de la Cruz. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten waren hier zu Gast, zum Beispiel Alexander von Humboldt, (1779), Marianne North, Botanikerin und Malerin (1875), von der viele hier im Garten gemalte Bilder im Londoner Museum Kew Gardens zu finden sind, oder Agatha Christie, Schriftstellerin (1927), die während ihres Aufenthaltes in Puerto den Kurzroman Der seltsame Mr. Quinn schrieb.


Casa de la Paz

Das Haus wurde im Jahr 1703 von dem irischen Kaufmann Bernardo Valois (Bernhard Welsh) gekauft. Es wurde von verschiedenen Naturwissenschaftlern sehr gerühmt, die sich hier aufhielten. Der heutige Denkmalschutz bezieht sich nicht nur auf das Gebäude selbst, sondern auch auf die Zypressenallee, die vom Haus zum Abhang auf die Küste zu führt.


Hazienda El Durazno / Casa Grande

Die Casa Grande im Stadtteil El Durazno gilt als Musterbeispiel für die ländliche Architektur der Kanaren, besonders der großen Landgüter. Dieses Haus war das Exil, in das sich Don Domingo José de Herrera y Llarena (1714–1766), XI. Conde de La Gomera und VI. Marqués de Adeje, im Jahr 1765 zurückzog, nachdem König Philipp V. sein Gesuch, ihn als „Grande de España“ anzuerkennen, abgelehnt hatte. Heute gibt es ein Museum, Bar und Cafe in dem Haus.

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